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Herzlichen Dank für Ihr Interesse an der Messe ORIGINALE. Hier finden Sie Zahlen, Daten, aktuelle Meldungen, Hintergrundinformationen und druckfähige Fotos zur ORIGINALE 2018. Falls Sie Interesse an einem Interview haben oder weitere Informationen und Bilder benötigen, helfen wir Ihnen gerne weiter.

Kontakt: presse@originale-freiburg.de

 

Medienmitteilungen

Rückblick auf die Originale 2018

Inspirierte Besucher, glückliche Aussteller, zufriedene Organisatoren. Das ist die Bilanz der ORIGINALE 2018, die am Sonntag nach drei Messetagen zu Ende ging. Wer von Freitagabend bis Sonntag durch das Forum Merzhausen bummelte, traf auf ein interessiertes und fachkundiges Publikum, oft in regen Gesprächen mit Kunsthandwerkern, Designern und Handwerkern vertieft. Mit mehr als 3000 Besucherinnen und Besuchern und 44 Ausstellerinnen und Ausstellern erfüllte die ORIGINALE die Erwartungen.

„Tolle, freundliche und wissbegierige Besucher. So etwas habe ich noch auf keiner Messe erlebte“, schwärmte Annekatrin Döll aus Leipzig, die zum ersten Mal ihre Taschen und Accessoires aus Fischleder auf der ORIGINALE vorstellte. „Die schönsten Stücke fanden bereits am Eröffnungstag einen Käufer.“ Rundum positiv gestimmt war auch ORIGINALE-Neuling Stefan Broszeit aus Gomaringen, der aufwendig gearbeitete Schmuckkästchen aus Holz nach Merzhausen mitbrachte. „Sehr gut“, so kommentierte Johannes Wittich, Schreinermeister aus Freiburg, die Messe, bei der er unter anderem seinen Freiburger Hocker präsentierte. „Das ist für uns ein tolles Schaufenster“, sagte Maria Barleben (Freiburg/Emmendingen), deren Stand mit Handspielpuppen stets dicht umlagert war. Die Schneidbretter von Hubert Steffe aus Bremen, übrigens ein gebürtiger Schönauer, waren ebenfalls begehrt. Für Aufsehen und Begeisterung sorgte am Freitagabend die Feuerperformance des Bildhauers Martin Hunke, der in seinem Werkstattatelier in Merdingen Material vom Schrottplatz in faszinierende Kugeln verwandelt.

Besondere Aufmerksamkeit galt in diesem Jahr dem Werkstoff Holz. Die Spannweite reichte vom grazilen Kreisel bis zur Planung von Inneneinrichtung. Die Holzbilderhauer-Innung Baden-Württemberg war auf einer Sonderfläche  mit Arbeiten von fünf regionalen Vertretern ihrer Kunst vertreten.

Bei der ORIGINALE 2018 präsentierten 44 Ausstellerinnen und Aussteller aus Deutschland, Österreich und der Schweiz Angewandte Kunst, Design und Handwerk. Veranstalter der ORIGINALE, die in diesem Jahr zum dritten Mal stattfand, sind das BdK FORUM Freiburg und die Handwerkskammer Freiburg.

 

 

 

 

Die ORIGINALE auf einen Blick

Messe für angewandte Kunst, Kunsthandwerk, Design und Handwerk

Ort:  Forum Merzhausen, Dorfstraße 1, 79249 Merzhausen

Dauer:  5. bis 7. Oktober 2018

Veranstalter:  BdK FORUM Freiburg, Bund der Kunsthandwerker Baden-Württemberg   (BdK),  Handwerkskammer Freiburg;  gegründet 2016, findet einmal im Jahr statt

Aussteller:   44 Ausstellerinnen und Aussteller aus Deutschland, Österreich und der Schweiz

Geöffnet:  Freitag, 5. Oktober, 19 bis 22 Uhr;   Samstag, 6. Oktober, 10 bis 19 Uhr;  Sonntag, 7. Oktober, 10 bis 17 Uhr

Eintritt:  frei

Resonanz:  mehr als 3000 Besucherinnen und Besucher im Jahr 2017

Sonderthema 2018: Vielfalt in Holz – vom Kreisel über den Hocker bis zur Inneneinrichtung.

Die Holzbildhauer-Innung Baden-Württemberg zeigt ihre Handwerkskunst auf einer Sonderfläche und informiert über Ausbildungsmöglichkeiten.

Feuerperformance mit Martin Hunke zur Eröffnung am Freitag, 5. Oktober, 20 Uhr.

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Vom Wert der Dinge

44 Künstler, Designer und Handwerker stellen auf  der Messe ORIGINALE 2018 aus

Die Messe ORIGINALE zeigt vom 5. bis  7. Oktober 2018 angewandte Kunst, Design und Handwerk.  Im Forum Merzhausen stellen 44 von einer Jury ausgewählte Ausstellerinnen und Aussteller Unikate und Arbeiten aus kleinen Serien vor. Die Werkstätten und Manufakturen wollen ihre Arbeiten nicht nur präsentieren und verkaufen, sondern auch mit den Besuchern ins Gespräch kommen.

„Immer mehr Menschen möchten einen Bezug zu den Objekten und ihren Machern“, sagt Tobias Dingler. „Wir wollen das Kunsthandwerk wieder aus der Nische holen.“ Mit der ORIGINALE hat das BdK FORUM Freiburg eine Plattform geschaffen, auf der Kunsthandwerker, Designer und Handwerker ihre Arbeiten gemeinsam vorstellen können.

Die Palette an Materialen reicht von Glas, Holz, Keramik, Leder bis zu Papier, Schmuck, Stein und Textil. Alle  Arbeiten zeichnen sich durch ihre individuelle Handschrift und hohen handwerklichen Anspruch aus. Vielfalt in Holz ist der Schwerpunkt des Sonderthemas 2018.

Veranstaltet wird die ORIGINALE vom BdK FORUM Freiburg, vom Bund der Kunsthandwerker Baden-Württemberg (BdK) und von der Handwerkskammer Freiburg.

ORIGINALE FREIBURG 2018

Messe für angewandte Kunst & Handwerk, Forum Merzhausen

Freitag, 5. Oktober: 19 bis 22 Uhr, Samstag, 6. Oktober: 10 bis 19 Uhr, Sonntag, 7. Oktober: 10 bis 17 Uhr

Eintritt frei

1456 Zeichen, Abdruck frei

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Neugedachtes und Gutgemachtes

In der digitalen und schnelllebigen Welt bekommt Handgefertigtes einen neuen Stellenwert. Gefragt sind Maß statt Masse, langlebige Objekte statt Ex-und-hopp-Produkte,  individuelle Stücke mit erstklassiger Verarbeitung und überzeugender Ästhetik statt austauschbarer Konsumgüter von der Stange.

Die Messe ORIGINALE, die in diesem Jahr vom 5. bis 7. Oktober im Forum Merzhausen stattfindet, hat diese Entwicklung früh erkannt.  Bereits zum dritten Mal ist die ORIGINALE Südbadens Schau- und Marktplatz für erstklassiges Kunsthandwerk, gutes Design und hohe Handwerkskunst.

Zwischen Kunst, Design und Handwerk

Die Grenzen zwischen Kunst, Design und Handwerk sind oft nur schwer abzustecken. „Qualitätsvolles Kunsthandwerk bewegt sich im Dreieck Kunst, Design und Handwerk und schafft aus diesen Einflüssen etwas ganz Eigenes: das Original“, sagt Tobias Dingler. Der Freiburger Schmuckmacher hat die ORIGINALE mit seinen Kollegen Silke Knetsch und Christian Streit 2016 gegründet. „Es gibt immer mehr Menschen, die das Authentische schätzen, die Wert auf Individualität legen und sich für die Geschichte hinter einem Produkt interessieren“, ergänzt Christian Streit. Unterstützung fanden sie bei der Handwerkskammer Freiburg, die die ORIGINALE mitveranstaltet.

Eine Auswahlkommission prüft die Qualität

Das Besondere der Plattform für angewandte Kunst und Handwerk: Auf der ORIGINALE  kann man sich nicht einfach einen Stand mieten. Die Aussteller müssen sich um einen Platz bewerben. Eine Fachjury prüft die Qualität der eingereichten Arbeiten – von der Idee bis zur handwerklichen Umsetzung.  „Dieses streng kuratierte Portfolio garantiert Arbeiten mit individueller Handschrift und hoher Qualität“, erklären Tobias Dingler und Christian Streit. Der Erfolg gibt den Veranstaltern vom BdK FORUM Freiburg Recht.  Der Andrang der Bewerber ist groß, nur jeder zweite kommt zum Zug.

Im Zentrum steht das Einzigartige

Die 44 Ausstellerinnen und Austeller kommen Deutschland, Österreich und der Schweiz. Sie sind alle vor Ort, um ihre Arbeiten zu erklären und  zu verkaufen. Ob Unikate oder kleine Serien, ob Schmuck, Keramik, Glas, Textilien, Papier, Stein, Leder oder Holz  –  gemeinsam ist allen Arbeiten  der hohe gestalterische und handwerkliche Anspruch.

Neue Gesichter, neue Arbeiten

Zum ersten Mal auf der ORIGINALE ist Annekatrin Döll vom Label Rothöll. Die Bildhauerin aus Leipzig fertigt aus isländischem Fischleder, eigentlich ein Abfallprodukt, feine Handtaschen und Geldbörsen. Mit Lorbeeren kann sich auch Maria Barleben schmücken. Für ihre ausdrucksstarken Handspiel-Tierfiguren aus Mohair und Alpaka, die in einer Manufaktur in Emmendingen hergestellt werden, erhielt sie im Frühjahr 2018 den bayerischen Staatspreis für Gestaltung. Die Sindelfinger Textildesignerin und Webmeisterin Brigitte Bilfinger ist erneut für den Staatspreis Baden-Württemberg 2018 nominiert.

Vielfalt aus Holz

Was verbindet einen grazilen Kreisel mit einem massivem Schneidebrett, ein kugeliges Gefäß mit einem leichtfüßigen Hocker? Acht Aussteller widmen sich bei der ORIGINALE 2018 dem Werkstoff Holz. Die attraktive Vielfalt reicht von der kunstvollen Gestaltung bis zur Planung von Inneneinrichtungen.

Auf einer Sonderfläche präsentieren sich fünf Vertreter der Holzbildhauer-Innung Baden-Württemberg. Sie geben Einblicke in ihre Arbeit, informieren über die Ausbildung und stellen ihre Werke vor.

Ergänzt wird das Angebot der ORIGINALE durch ausgewählte Genusshandwerker, die sich auf Wein, Sekt, Bier, Kaffee, Teegebäck oder Kuchen spezialisiert haben.

ORIGINALE FREIBURG 2018

Messe für angewandte Kunst & Handwerk, Forum Merzhausen

Freitag, 5. Oktober: 19 bis 22 Uhr; Samstag, 6. Oktober: 10 bis 19 Uhr; Sonntag, 7. Oktober: 10 bis 17 Uhr

Eintritt frei

4000 Zeichen, Abdruck frei

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Interview mit Silke Knetsch und Christian Streit vom BdK FORUM Freiburg

„Entlang der Rheinschiene gibt es ein großes Potential“

Frau Knetsch, Herr Streit, warum braucht es eine Veranstaltung wie die ORIGINALE?

Silke Knetsch: Weil es in Freiburg so etwas nicht gab. Der Standort Freiburg ist nicht nur sehr schön, sondern auch ideal, um Südbaden, Frankreich und die Schweiz mit einzuschließen.

 

 

 

Christian Streit:
Eine anspruchsvolle Veranstaltung wie die ORIGINALE hat in der Region gefehlt. Als 2016 die Museumsmesse im Alten Schloss zu Stuttgart nach 13 erfolgreichen Jahren eingestellt wurde, beschlossen wir: Das BdK FORUM Freiburg organisiert selbst eine Messe für Angewandte Kunst. Es funktionierte: Ein halbes Jahr später fand die erste ORIGINALE statt. Entlang der Rheinschiene gibt es ein großes Potential an interessierten Menschen, hochwertigen Kunsthandwerkern und Kulturschaffenden, die bislang keine Plattform hatten, um gemeinsam auszustellen.

 

Die ORIGINALE ist eine Messe für Kunsthandwerk, Angewandte Kunst, Design und Handwerk. Wie viel Handwerk, wie viel Kunst steckt in dieser Plattform?

Silke Knetsch: Das kann man gar nicht auseinanderhalten. Das eine geht ins andere über. Der Begriff Kunsthandwerk wird ohnehin ein bisschen stiefmütterlich gehandelt. Angewandte Kunst ist nichts anderes, hört sich aber hochwertiger an.

Geht es der Angewandten Kunst in anderen Ländern besser?

Silke Knetsch: In den USA auf jeden Fall. Dort hat Angewandte Kunst einen ganz anderen Stellenwert.

Christian Streit: In England auch. Die Unterscheidung zwischen Kunst und Handwerk hat im 19. Jahrhundert angefangen. Die Kunsthistoriker haben damals eine Trennlinie zwischen Kunst und Handwerk gezogen. Diese Unterscheidung hält sich seither zäh. Das Handwerk wird in diesem Zusammenhang immer abschätzig erwähnt. Dabei kann ich mir keine Kunst ohne Handwerk vorstellen.

Wächst durch die Digitalisierung der Gesellschaft und den Trend zum Handgemachten das Interesse am Handwerk und der Angewandten Kunst?

Christian Streit: Die Digitalisierung und die Selfmade-Bewegung sind zwei Seiten derselben Medaille. Deshalb sind in den vergangenen Jahren auch sehr interessante Bewegungen entstanden. Es gibt den „Loewe Craft Prize“ für einen besonders künstlerisch-innovativen Umgang mit Materialen wie Keramik, Metall, Textil und Papier.  In Venedig läuft gerade die Ausstellung „Homo Faber“. Das ist ein Schaufenster europäischer Handwerkskunst. Gezeigt wird, was Menschen besser können als Maschinen.  Im Grand Palais in Paris wurde im vergangenen Jahr eine Riesenschau über das Kunsthandwerk gezeigt. Durch die Digitalisierung ist den Menschen bewusst geworden, was verloren gehen kann und was einem dann fehlen würde. Jetzt wird Pädagogen, Psychologen, Hirnforschern klar, wie wichtig das Arbeiten mit den Händen ist, um zu sich selbst zu finden.

Wo steht die ORIGINALE in zehn Jahren?

Christian Streit: Natürlich on the top!

Silke Knetsch: Wir hoffen, dass die ORIGINALE in zehn Jahren eine Institution geworden ist.

Interview mit Tobias Dingler vom BdK FORUM Freiburg

 

„Andere Länder trennen nicht zwischen Kunst und Kunsthandwerk“

Herr Dingler, wie viel Wertschätzung erfährt das Kunsthandwerk in Deutschland?

Dingler: Die Wertschätzung des Kunsthandwerks ist in Deutschland so unterschiedlich wie diese breit differenzierte Branche selbst.  Ausstellungen wie die ORIGINALE erfahren bei einem speziell interessierten Publikum durchaus Interesse und Wertschätzung. In der Unterstützung durch die Politik bleibt unser Engagement jedoch leider außen vor, da das Kunsthandwerk nicht als Teil von Kunst und Kultur betrachtet wird, sondern allenfalls als heute relativ unbedeutender Teil unter die Wirtschaftsförderung fällt.

Wie sieht es in anderen Ländern aus?

Dingler: In anderen Ländern gibt es oft nicht diese Trennung  von Kunsthandwerk und Kunst.  In Japan werden herausragende Künstler zu Lebzeiten schon mit hohen offiziellen Auszeichnungen geehrt. Dies findet in Deutschland allenfalls durch die Museen statt, wenn ein Künstler meist posthum durch eine Retrospektive geehrt wird.

Was unterscheidet Kunsthandwerk von Angewandter Kunst?

Dingler: Das ist zunächst eine Frage der Begriffsdefinition, welche an dieser Stelle hier zu weit  führt, da sowohl in der Umgangsprache wie in der kunsthistorischen Betrachtung die Begriffe stets mit einer großen Bandbreite und der entsprechenden Unschärfe ausgelegt werden. Aus der Sicht der ORIGINALE sprechen wir von Angewandter Kunst, da wir hohen Wert auf die gestalterische Qualität und Originalität der Arbeiten legen. Die gezeigten Arbeiten zeichnen sich jeweils durch den eigenständigen künstlerischen Impuls aus, hinter jeder Präsentation und jedem Werk steht ein Mensch mit seiner Intension. Die Umsetzung ist jedoch sehr unterschiedlich und liegt in unterschiedlicher Gewichtung zwischen den drei Polen Handwerk, Kunst und Design. Es sind sowohl dem gestaltenden Handwerk angelehnte Arbeiten vertreten, aber ebenso Ansätze der freien Kunst ergänzt durch Designkonzepte. Somit neige ich dazu,  in unserem Fall das Kunsthandwerk als Teil der Angewandten Kunst zu bezeichnen.

Verstehen Sie sich als Bewahrer von Handwerkskunst?

Dingler: Selbstverständlich ist in meiner Arbeit handwerkliches Können sehr wesentlich. Wie viele Kollegen in diesem Bereich habe ich mich spezialisiert auf Techniken, welche mir geeignet erscheinen,  meine Ideen umzusetzen. Und darum geht es letztlich: die Handwerkskunst bietet mir die Mittel mich auszudrücken, sie ist niemals Selbstzweck. Als Bewahrer dieser Kunst sind Kunsthandwerker meist oft zu spezialisiert, interessanter ist der Aspekt von möglichen Innovationen, welche durch unkonventionelle Herangehensweise entstehen, also eher „Erneuerer“ der Handwerkskunst.

Ist das Kunsthandwerk eine zu Unrecht vergessene Kunstform, die von den Kunstkritikern ignoriert wird?

Dingler: Erfreulicherweise gibt es immer mal wieder zarte Ansätze der Kunstkritik, genreübergreifend zu denken. Schlimmer finde ich die Angewohnheit mancher Kritiker „kunsthandwerklich“ als Negativmerkmal in der Betrachtung von Kunst zu missbrauchen.

Wird in Zeiten des Digitalen das Haptische wichtiger?

Dingler: Sicher besteht ein Unterschied zwischen der die physisch erlebbaren Qualität und dem  Abbild oder rein virtuellen Inhalt.  Es wird jedoch nicht nur das Haptische wichtiger, sondern alles was den persönlichen Kontakt und die respektvolle Begegnung  fördert. Auch ein Gegenstand oder Werk der Angewandten Kunst ist völlig wertlos und nutzlos, wenn es nur ungenutzt in einem Archiv aufbewahrt wird.

Warum engagieren Sie sich für die ORIGINALE?

Dingler: Wir engagieren uns für die ORIGINALE unter dem Namen „BdK FORUM Freiburg“. Dieser Name soll unser Anliegen beschreiben. Zum einen versuchen wir mit der Veranstaltung eine Plattform zu schaffen, welche einer größeren Öffentlichkeit das Thema Angewandte Kunst näherbringt und somit auch die Möglichkeit für unsere Aussteller, ihre Arbeiten zum Verkauf anzubieten. Zum anderen nehmen wir den Begriff FORUM ernst und wollen hier ein Podium für Begegnung, Austausch und interessante fachliche Diskussionen bieten.

Interview mit Johannes Ullrich, Präsident der Handwerkskammer Freiburg

 

„Der Kunde möchte echtes Handwerk kaufen und das auch zeigen“

Herr Ullrich, warum engagiert sich die Handwerkskammer Freiburg als Mitveranstalter der ORIGINALE?   

Ullrich: Das Ganze hat seinen Ursprung im Jahr 2015. In diesem Jahr haben wir als Kammer unter dem Motto „Handwerk. Schafft. Kultur.“ mehrere öffentlichkeitswirksame Aktionen durchgeführt. Ende 2015 kamen die  Freiburger Vertreter des BdK Baden-Württemberg mit der Idee auf uns zu, gemeinsam eine hochwertige Ausstellung im Bereich Kunsthandwerk/Angewandte Kunst ins Leben zu rufen. Wir haben gar nicht lange über diese Idee nachdenken müssen. Die ORIGINALE, die letztlich daraus entstanden ist, ist eine großartige Plattform, einer großen Öffentlichkeit die hohe Qualität handwerklicher Produkte zu präsentieren. Die Ausstellung kann natürlich nur einen Ausschnitt aus der Vielfalt des Handwerks zeigen, aber sie bietet uns die Möglichkeit, darüber hinaus das Bewusstsein für den Stellenwert unserer Branche zu schärfen. Deshalb binden wir ganz bewusst von Beginn an auch Handwerker aus dem Nahrungsmittelbereich mit ein, die dort den Besuchern ihre Produkte präsentieren können – ob Konditoren, Fleischer oder Brauer.

Brauchen erfolgreiche Handwerker heute auch Kompetenz in Sachen Design?

Ullrich: Das klingt so, als stünden Handwerk und Design traditionell im Widerspruch. Design spielt immer eine Rolle, je nach Gewerk, Auftrag und Zweck mal mehr, mal weniger. Eine neue Generation von Handwerkern stellt heute durchaus andere Ansprüche an die eigenen Produkte und nutzt den Begriff „Design“ mit Blick auf eine designaffine Kundschaft verstärkt in der Kommunikation. Sie sehen sich selbst als Handwerker und Designer. Hier mag es ein neues Selbstverständnis geben, das ausgeprägter ist als in der Vergangenheit. Die Kollegen auf der ORIGINALE sind hierfür gute Beispiele.

Sind handgefertigte Dinge in Zeiten des Massenkonsums der ultimative Luxus?

Ullrich: Wir erleben in den letzten Jahren durchaus ein sich veränderndes Konsumverhalten. Der Kunde möchte echtes Handwerk kaufen und das auch zeigen. Der Satz „Das Regal kommt vom Schreiner“ ist heute ein klares Statement.

Stimmen

  • „Dieser enorme Zuspruch … hat uns schon ein wenig überwältigt.“  Tobias Dingler, BdK FORUM Freiburg
  • „Wir haben mit der Originale ein tolles Umfeld geschaffen, uns als Handwerk in der Region zu präsentieren.“ Johannes Ullrich, Kammerpräsident
  • „Kunst und Handwerk – eine attraktive Verbindung, die der Bund der Kunsthandwerker Baden-Württemberg e.V. und die Handwerkskammer Freiburg … in Form einer regionalen Messe präsentieren.“   Magazin Subculture
  • Hochwertig, auffällig, einzigartig“   Badische Zeitung
  • „Eine solche Veranstaltung hat in Südbaden noch gefehlt.“   Deutsche Handwerks Zeitung

 

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